Entwicklung des zentralen Schulstandortes Springteichallee
Mit dem Modellprojekt wird das Ziel verfolgt, die zentralörtliche Bedeutung der Stadt Calau zu stärken und die südlich der Altstadt befindlichen öffentlichen Einrichtungen weiterzuentwickeln. Mit dem Projekt werden die Calauer Schulen an einem zentralen und verkehrsgünstig gelegenen Standort konzentriert und ini hrer Qualität gestärkt. Der gesamte Bereich erfährt mit der Sanierung der Oberschule, dem Neubaueiner Sporthalle und der Gestaltung des Umfeld seine deutliche bauliche Aufwertung.
Leitgedanke des Stadtumbaukonzepts für Calau ist die Stärkung der Altstadt und die Anpassung des Wohnungsbestandes an die veränderten Wohnungsmarktpräferenzen durch den Rückbau von Wohnungen, die weitere Modernisierung von Gebäuden in der Altstadt, die Weiterentwicklung des Wohnungsbestands, die Festlegung von Teilgebieten mitunterschiedlicher Investitionspriorität und die Lenkung der Baulandnachfrage für Eigenheime. Calau setzt im Stadtumbau auf folgende Schwerpunkte (in großen Teilen bereits realisiert):
- Sukzessive Sanierung von Gebäuden, ins besondere in der Cottbuser Straße (Altstadt)
- Umzug des kommunalen Wohnungsunternehmens (WBC) in die Innenstadt
- Weitere Grundrissänderungen im Gebäudebestand der WBC und Aufwertung innerstädtischen Wohnens
- Wohnumfeldmaßnahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Abrissmaßnahmen
- Entwicklung des zentralen Schulstandortes Springteichallee
Die Bündelung der Schul-, Sport- und Betreuungsangebote am Standort Springteich allee bietet neben der hervorragenden Lage zahlreiche weitere Vorteile wie z.B. die Erforderlichkeit nur eines Haltepunktes für den Schulbusverkehr, die Möglichkeit von Kapazitätsverlagerungen von einer Schule zur anderen, die Gewährleistung einer gemeinsamen Schulspeisung der beiden Schulen, eine Ganztagsbetreuung in den angrenzenden Einrichtungen und die guten Möglichkeiten einer Nutzung über den Unterricht hinaus durch eine Vielzahl von Einrichtungen und Vereinen.
Zur Erlangung eines innovativen und qualitätsvollen Entwurfs fürden Umbau bzw. die Neugestaltung der Fassade der Gesamtschule wurde im Frühjahr 2004 einbeschränkter Realisierungswettbewerb mit sechs Architektur-und Ingenieurbüros durchgeführt. Die Entwurfszielstellung des 1.Preisträgers (kleyer.koblitz.architekten,Berlin), die Qualität der bestehenden Schule heraus zuarbeiten so wiederen Defizite auszugleichen und dabei das beschränkte Budget einzuhalten, überzeugte.
Insbesondere sieht der Beitraganstelle des vorhandenen Verbinder seinen nach Süden versetzten drei geschossigen Zwischenbau als neuen Eingangsbreich der Schule vor. Die Stadt Calau übertrug dem 1. Preisträger die Aufgabe, noch 2004 einen ersten Bauabschnitt umzusetzen. Jährlich begrenzte Fördermittel und kommunale Mitleistungsanteilebedingen einbauabschnittsweises Vorgehen, vornehmlich in den Ferienzeiten, über mehrere Jahre. Die gesamte Baumaßnahme soll bis spätestens 2009 abgeschlossen werden.
Parallel zur Schulgebäudesanierung liefen die Vorbereitungen für den Neubau einer Sporthalle. Nach nur einem Jahr Planungs-und Bauzeit konnte die Sport halle im August 2005 übergeben werden. Bei der Gestaltungsplanung der Außenanlagen wurden Schüler, Lehrer und Eltern eingebunden. Gleiches ist beider noch geplanten Schulhofumgestaltung vorgesehen. Zum anderen wurde 2006 die Lindenstraße umgebaut, dass nun der Schulbusverkehr von zwei Schulen sicher organisiert ist.
Die Hüllensanierung der Oberschule (rd.2,0Mio.€) und die Gestaltung der Außenanlagen (mehrere Bausteine,rd.1,0Mio.€) sowie die Neugestaltung der Schulbushaltestelle / Lindenstraße (0,7Mio.€) erfolgenüber Sanierungs- und Stadtumbaumittel, der Bau der Sporthalle (rd.2,0Mio.€) mit einem Kredit der KfW. Ein positives Ergebnis des Modellprojekts zeichnet sich schon heute klar ab: Calau wird bald einen modernen "Schulcampus“ vorzuweisen haben, der zukünftigen Ansprüchen genügt.
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