Kreiswahlausschuss stellt Ergebnis zur Stichwahl amtlich fest
Der Kreiswahlausschuss des Landkreises Oberspreewald-Lausitz hat in seiner öffentlichen Sitzung am Montag, dem 26. Januar um 17 Uhr das Ergebnis der Stichwahl zur Landratswahl vom 25. Januar 2026 offiziell festgestellt. Nach der Überprüfung der Wahlniederschriften der Wahllokale sowie der Briefwahlvorstände konnte das Ergebnis ohne erforderliche Anpassungen bestätigt werden.
Nach der amtlichen Feststellung gilt für die Wahl zur Landrätin bzw. zum Landrat im Landkreis Oberspreewald-Lausitz am Sonntag, dem 25. Januar 2026, das folgende Ergebnis:
Alexander Erbert (CDU) erreichte in der Stichwahl mit 53,4 % der gültigen Wählerstimmen die erforderliche Mehrheit von mindestens 20.257 gültigen Stimmen. Auch das Quorum, das bei 13.551 gültigen Stimmen lag, wurde durch den Kandidaten erfüllt (Ergebnis: 21.635 Stimmen).
Insgesamt entfielen auf die Kandidierenden in der Stichwahl folgende Ergebnisse:
Alexander Erbert (CDU): 53,4 Prozent der gültigen Stimmen; Stimmenanzahl: 21.635 Stimmen (Quorum erfüllt)
Antje Ruhland-Führer (AfD): 46,6 Prozent der gültigen Stimmen; Stimmenanzahl: 18.878 Stimmen (Quorum erfüllt)
Die Wahlbeteiligung zur Wahl betrug 45,2 Prozent: 40.819 von 90.343 Wahlberechtigten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch (gültige Stimmen: 40.513). Beim ersten Wahlgang am 11. Januar lag die Wahlbeteiligung mit 43,4 % noch leicht unter dem Wert der Stichwahl; hier wählten 39.254 von 90.407 Wahlberechtigten per Briefwahl oder im Wahllokal (38.960 gültige Stimmen). Alle Ergebnisse können auf der Internetseite der Kreisverwaltung www.osl-online.de nachgelesen werden.
Insgesamt machten 8.912 Bürgerinnen und Bürger von der Möglichkeit Gebrauch, per Briefwahl zu wählen. Davon waren 8.847 Briefwahlstimmen gültig. Beim ersten Wahlgang am 11. Januar waren es 8.032 Briefwahlunterlagen mit 7.971 gültigen Stimmen.
Kreiswahlleiterin Anne Kawetzki: „Die Wahl ist insgesamt sehr gut, ordnungsgemäß und reibungslos verlaufen. Mein herzlicher Dank gilt den Kommunen, den zahlreichen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für ihren engagierten Einsatz sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrer Stimmabgabe zu einer funktionierenden Demokratie beigetragen haben.“
Mit Blick auf die in den sozialen Medien von Einzelnen geäußerte Skepsis hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der Briefwahl distanziert sich die Kreiswahlleitung deutlich von entsprechenden Behauptungen: „Die Briefwahl ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der demokratischen Wahlen in Deutschland, ermöglicht eine breite Teilhabe, ist ebenso sicher wie die Stimmabgabe im Wahllokal und wird transparent sowie öffentlich ausgezählt. Jede Stimme zählt gleich, und alle Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, sich vor Ort selbst von der ordnungsgemäßen Durchführung zu überzeugen. Dieses Angebot wurde bei der öffentlichen Auszählung der Briefwahl jedoch nicht wahrgenommen und auch in den kommunalen Wahllokalen hielt sich die tatsächliche Einsichtnahme in die Auszählung in Grenzen. Auch in den öffentlichen Sitzungen des Kreiswahlausschusses wurden zurückliegend keine entsprechenden Fragen gestellt“, ordnet die Kreiswahlleitung ein.
Landrat Siegurd Heinze zur Wahl
Mit der Feststellung des Ergebnisses wird Alexander Erbert der nächste Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Er wird die Nachfolge von Landrat Siegurd Heinze, dessen 2. Amtszeit regulär am 8. Mai 2026 endet und der sich nicht noch einmal zur Wahl aufstellen lassen hat, am 9. Mai 2026 antreten.
Amtsinhaber Siegurd Heinze gratuliert dem gewählten Kandidaten Alexander Erbert zum Sieg: „Ich gratuliere Alexander Erbert zu seinem Wahlsieg. Für die vor ihm liegenden Aufgaben und Herausforderungen wünsche ich ihm viel Erfolg, eine sichere Hand bei Entscheidungen und stets den Blick für das Wohl unseres Landkreises und seiner Menschen sowie eine weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und den Städten, Ämtern, Gemeinden, Einrichtungen, Beteiligungen, Unternehmen, Handwerkern, der Landwirtschaft, Vereinen sowie in der Zusammenarbeit mit den weiteren Landkreisen bis hin zur Landesregierung.“
Mit Blick auf das Ergebnis stellt er fest: „Natürlich respektiere ich das demokratische Votum der Wählerinnen und Wähler, einfach ausgedrückt, gewählt ist gewählt. Dennoch bewerte ich das starke Abschneiden der AfD in unserem Landkreis als problematisch und besorgniserregend, wobei bundes- und landespolitische Aspekte bei der Wahlentscheidung mit eine Rolle gespielt haben dürften. Zudem: Wenn jeder zweite Bürger in unserem Landkreis nicht zur Wahl geht, zeigt das deutlich, dass Verwaltung und Politik näher an die Menschen heranrücken müssen. Mehr Transparenz, mehr Dialog und mehr Verständlichkeit sind notwendig. Die konkreten Aufgaben eines Landkreises, die durchaus auch Erfolge kommunaler Arbeit und ihre unmittelbare Bedeutung für den Alltag der Bürgerinnen und Bürger werden bislang nicht ausreichend wahrgenommen. Genau daran müssen wir arbeiten – der Landkreis muss stärker in das Bewusstsein der Menschen gelangen.“
Weitere Informationen zur Wahl bzw. Stichwahl unter www.osl-online.de
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