8. Mai: Stadt Calau erinnert an Kriegsende und Befreiung

Am heutigen 8. Mai erinnert die Stadt Calau an das Ende des Zweiten Weltkrieges und an die Befreiung vom Nationalsozialismus vor 81 Jahren. Mit Kriegsende war auch in Calau ein Schreckenskapitel für die Stadt und die Menschen beendet, wie Bürgermeister Marco Babenz betont: „Unsere Stadt war zum Ende des Krieges vor 81 Jahren von schweren Zerstörungen geprägt. Neben dem fast völlig zerstörten Rathaus wurde auch das Kreishaus stark beschädigt. Das hat Wunden hinterlassen. Nicht nur in der Stadt, sondern auch in den Herzen der Menschen.“ Umso wichtiger sei es dem 8. Mai 1945 zu gedenken. Der Tag stehe für das Ende von Krieg, Terror, Verfolgung und menschenverachtender Ideologie in Deutschland und Europa und mahnt zugleich, Frieden, Demokratie und Menschlichkeit als niemals selbstverständliche Werte zu bewahren. Marco Babenz: „Gerade in einer Zeit, in der rechter Populismus und extremistische Strömungen in Europa und vielen Teilen der Welt wieder an Einfluss gewinnen, gesellschaftliche Spannungen wachsen und Kriege sowie internationale Krisen Menschen verunsichern, besitzt dieser Gedenktag eine besondere Bedeutung. Er erinnert daran, wohin Ausgrenzung, Nationalismus und die Missachtung demokratischer Grundwerte führen können.“ Auch die gesellschaftliche Spaltung in Deutschland mache deutlich, wie wichtig Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und die Verteidigung unserer freiheitlichen Demokratie sind. „Die Erinnerung an den 8. Mai verpflichtet uns deshalb nicht nur zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, sondern auch dazu, Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen.“

 

 Auch das Kreishaus und das Hotel Zur Post wurden schwer beschädigt. 

 

Vor dem Hintergrund des Kriegsendes erinnert die Stadt Calau auch an das Schicksal von Joachim Gottschalk. Dessen Todestag jährt sich am 6. November dieses Jahres zum 85. Mal.  Der in Calau geborene Schauspieler zählte in den 1930er-Jahren zu den bekannten Filmstars Deutschlands und wurde zeitweise sogar als „deutscher Clark Gable“ bezeichnet. Als die nationalsozialistischen Behörden erfuhren, dass seine Frau Meta Gottschalk geb. Wolff jüdischer Herkunft war, geriet die Familie zunehmend unter Druck. Trotz massiver Drohungen, darunter die Forderung nach einer Scheidung, blieb er bei seiner Frau und seinem Sohn Michael. Auch eine Einberufung zum Militär änderte seine Haltung nicht. In einer ausweglosen Situation wählte er für sich und seine Familie am 6. November 1941 den Freitod. Alljährlich am 6. November erinnern die Stadt Calau und der Heimatverein Calau e.V. an dessen Denkmal an Gottschalks Schicksal.

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Veröffentlichung

Calau
Fr, 08. Mai 2026

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