Eichenprozessionsspinner: Aktuell nur einzelne Vorkommen in Calau

In Brandenburg wird derzeit vielerorts über ein verstärktes Auftreten des Eichenprozessionsspinners berichtet. Besonders in einigen Regionen Südbrandenburgs kommt es zu umfangreichen Befällen und entsprechenden Bekämpfungsmaßnahmen. Auch im Gebiet der Stadt Calau wurden vereinzelt Vorkommen festgestellt. Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich jedoch nicht um eine Situation, die mit den stark betroffenen Regionen vergleichbar wäre. Die Stadt Calau bewertet die derzeitige Lage deshalb als überschaubar. Dennoch bittet die Stadtverwaltung alle Bürgerinnen und Bürger um Aufmerksamkeit und einen vorsichtigen Umgang mit möglichen Funden.

 

Schulen und Kindertagesstätten besonders im Blick

Die Stadt Calau hat ihre Hausmeister an Schulen und Kindertagesstätten für das Thema sensibilisiert. Die Einrichtungen kontrollieren ihre Außenbereiche regelmäßig und achten gezielt auf mögliche Anzeichen eines Befalls. Erfreulicherweise konnten bislang an Schulen und Kindertagesstätten im Stadtgebiet sowie in den Ortsteilen keine Bestände des Eichenprozessionsspinners festgestellt werden. 

 

Die Stadt Calau weist darauf hin, dass eine sofortige Entfernung aller gemeldeten Bestände nicht immer möglich ist. Die Bekämpfung und fachgerechte Beseitigung des Eichenprozessionsspinners ist personal- und kostenintensiv und erfordert in vielen Fällen den Einsatz spezialisierter Fachfirmen. Auch der städtische Bauhof kann aufgrund seiner personellen Kapazitäten nicht jederzeit und überall gleichzeitig tätig werden. Deshalb müssen Maßnahmen nach Dringlichkeit und Gefährdungslage priorisiert werden. Vorrang haben dabei insbesondere Bereiche mit hoher Nutzung durch die Öffentlichkeit, wie beispielsweise Schulwege, Spielplätze oder andere stark frequentierte öffentliche Einrichtungen. Die Stadt Calau beobachtet die Entwicklung weiterhin aufmerksam und wird bei Bedarf geeignete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen. Derzeit besteht jedoch kein Anlass zur Beunruhigung, zumal die "Saison" der Eichenprozessionsspinner spätestens in zwei Wochen abgelaufen sein dürfte. Dann haben sich die meisten Raupen verpuppt. 

 

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen feine Brennhaare ausbilden. Diese können bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden wie Hautreizungen, Juckreiz, Augenreizungen oder Atemwegsbeschwerden auslösen. Die Brennhaare können zudem durch den Wind verbreitet werden und über längere Zeit wirksam bleiben. Wer Raupen oder Nester entdeckt, sollte diese keinesfalls berühren oder eigenständig entfernen. Fachstellen empfehlen, befallene Bereiche zu meiden und Funde zu melden. Funde können an die Stadt Calau gemeldet werden, am besten über die Mängelmelder-Plattform Maerker Calau.

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Veröffentlichung

Calau
Do, 18. Juni 2026

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