Reuden

Gutskapelle Reuden

Reuden

 

Reuden wird lange Zeit in Verbindung mit Plieskendorf genannt. Obwohl räumlich nicht beisammen liegend, befanden sich beide Dörfer in einer Hand.

Als älteste Besitzer sind um die Mitte des 15. Jahrhunderts die von Zabeltitz erwähnt, die sicher aber schon viel früher in Reuden ansässig waren. Plieskendorf kommt erst in Urkunden aus den 70er Jahren des 16. Jahrhunderts vor, dann aber bereits in Verbindung mit Reuden.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Reuden und Plieskendorf getrennt verkauft, das Rittergut Reuden am 01.04.1900 an Gehard Lindner, 1907 wird Eugen Wolf aus Buchwäldchen als Besitzer von Plieskendorf genannt.

Der Boden rund um Reuden ist von hervorragender Qualität, sodass man sich um 1920 auf die Zucht von Merinoschafen und schwarzbunten Ostfriesen-Rindern spezialisierte.

Nach 1945 entstand daraus das Volksgut Reuden.

Die Gutskapelle, ein für diese Region einmaliges barockes Bauwerk, wurde 1729 eingeweiht. Der Bauherr, Otto Bernhard von Borcke, war in Dresden tätig und ließ sich von dem dortigen Baugeschehen anregen. Leitende Dresdner Bauleute werden in dieser Zeit auch in den Kirchenbüchern als Paten Reudener Kinder genannt.

1997 begannen, initiiert durch den Förderverein Gutskapelle Reuden e.V., die Sanierungsarbeiten an dem lange Jahre dem Verfall preisgegebenen Gebäude. Sie wurden überwiegend durch Fördermittel und Spenden realisiert und 2003 weitestgehend abgeschlossen.


Aktuelle Meldungen

Saßlebener Ortswehrführung & Ortsbeirat sagen DANKE

(28.01.2019)

Danke

Das neue Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus ist nun schon seit einer Woche seiner Bestimmung übergeben worden. Es ist auch wieder alles aufgeräumt und sauber gemacht. Die ersten zwei Einsätze der FFW sind

aus dem neuen Stützpunkt schon gefahren – wie gut es sich anfühlt, sich in einem beheizten Raum umziehen zu können und nach dem Einsatz durchgefroren wieder heil in ein

warmes „ Zu Hause“ wieder anzukommen, das können die Kameraden berichten.

Für die vielen Glückwünsche und Geschenke sagen wir hier herzlichen Dank. Ein ganz besonderer Dank gilt allen freiwilligen HelferInnen und BäckerInnen, die tatkräftig dazu

beigetragen haben, diese Einweihung zu einem gelungenen Fest zu machen. Zeigt sich doch hierin unsere Dorfgemeinschaft.

 

Wir möchten hiermit all jene Kalkwitzer, Reudener und Saßlebener, die am 18.Januar 2019 verhindert waren, zu einer Führung durch das neue Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus herzlich

einladen. Natürlich sind auch diejenigen, die bei der Einweihung dabei waren, gern gesehen, am

Samstag, den 02.02.2019 um 15:00 Uhr.

 

Ortswehrführer, Ortsbeirat

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Foto: Das neue Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus Saßleben. Foto: Stadt Calau / Jan Hornhauer

Aufgeschnappt:: Besuch aus den USA in Calau

(23.05.2011)

Weitgereiste Gäste hat Bürgermeister Werner Suchner zur Auststellungseröffnung "Wie gemalt - die Calauer Schweiz" von Henry Krzysch begrüßt.


Vito (79) und Joseph Pileggi (47) aus Stayton im Bundesstaat Oregon (USA) waren gemeinsam mit Sieglinde Jaenisch aus Reuden ins Calauer Rathaus gekommen. Vater und Sohn wohnen in ihrem Haus, die beiden sind zur Zeit in Europa unterwegs. "Ich war schon zweimal bei ihnen in Stayton. Die Reisen werden über Friedship Force organisiert", berichtet die Reudenerin. Die private Austauschorganisation fördert die Völkerverständigung.    

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Foto: Aufgeschnappt:: Besuch aus den USA in Calau

Ostereier bemalen macht glücklich

(12.04.2011)
Bärbel Lange leitet einen Workshop in der Gutskapelle Reuden

 

Fantastisches Frühlingswetter stimmt die Menschen bereits auf die Osterfeiertage ein. Dazu gehören natürlich auch verzierte Ostereier. Bärbel Lange aus Lübbenau hat in einem Workshop in der Gutskapelle Reuden gezeigt, wie die sorbischen Ostereier entstehen und zum Mitmachen eingeladen.

 

Bärbel Lange (Mitte) zeigt Carola Willenberg die einzelnen Arbeitsschritte. Tochter Laura (l.) hat schon fast das erste Muster fertig.

 

„Im Erzgebirge ist die Schnitzkunst Zuhause. Bei uns im Spreewald gibt es die hübsch verzierten sorbischen Ostereier. Das ist eine Tradition, die wir pflegen und weiter geben“, erklärte Bärbel Lange.

In der Gutskapelle waren mehrere Arbeitsplätze hergerichtet. Ausgestattet waren sie mit Platzdeckchen, Wachslöffel, Kerzen, Federkielen, Farbgläsern für die Fertigung der Ostereier. In der Mitte lag ein hergerichtetes Osternest mit prächtigen Mustern, um die Gäste für eigene Kreationen zu inspirieren.

„Viele Besucher sind neugierig, trauen sich aber oft nicht zu, selbst ein Ei zu verzieren. Erst wenn sie ihr erstes eigenes Ei gefertigt haben, sind sie glücklich“, erzählte die Lübbenauerin, die auch eine kleine Galerie in der Spreewaldstadt betreibt. Besonders die verschiedenen Arbeitsschritte mit den unterschiedlichen Farben machen die Arbeit erst richtig interessant.

Eine ruhige Hand zeigte die achtjährige Laura Willenberg aus Belten, die sehr schnell die Technik anwenden konnte. Mutti Carola Willenberg hatte ebenfalls ein ruhiges Händchen und nach und nach entstand ein ganz prächtiges Muster. „Wir haben uns bei dem schönen Wetter mit dem Fahrrad aufgemacht. Die Gutskapelle wollten wir schon lange mal besuchen. Da hat der es wunderbar gepasst. Es macht auch echt Spaß“, erklärt Carola Willenberg. Die verzierten Eier werden zu Ostern am Strauch vor ihrem Haus zu sehen sein.
Sogar aus Dresden kamen Besucher zum Ostereiermalen. „Wir sind auf Besuch in der Lausitz. Ich wollte mir das Verzieren anschauen. Unter fachlicher Anleitung fällt es gar nicht so schwer, selbst mitzumachen. Und es ist doch schön geworden, oder?“, sagte Christian Klose und hielt sein kleines Kunstwerk in die Höhe.

Es war ein Kommen und gehen in der Gutskapelle. Einige machten bei ihrer Radtour halt und schnupperten mal neugierig rein, andere verweilten und malten ihr eigenes Osterei.
Für Bärbel Lange ist das Bemalen von Ostereiern schon längst Lebenselixier geworden. Bei schwierigen Mustern arbeite sie manchmal bis zu zwei Stunden an einem Ei, Standartmuster gehen ihre wesentlich schneller von der Hand.
„Das Malen entspannt und beruhigt, das ist gut für die Seele. Und schön sieht es außerdem aus, wenn die bunt verzierten Ostereier dann vor der Tür am Hoffnungsstrauß zu Ostern hängen“, erläuterte Bärbel Lange.

Foto zur Meldung: Ostereier bemalen macht glücklich
Foto: Ostereier bemalen macht glücklich

Trotz Moderne die Dorfstruktur als Kulturerbe bewahren

(16.08.2010)
Ausstellungsstart in der Gutskapelle Reuden mit musikalischen Farbtupfern

 

Eine gute Resonanz fand die Ausstellungseröffnung zu „Kulturgut Dorf“ am Freitag Abend in der Gutskapelle Reuden. Der Cottbuser Landschaftsarchitekt Prof. Helmut Rippl stellte das Grundanliegen der Ausstellung des Fördervereins Kulturlandschaft Niederlausitz vor. Sehr interessiert zeigten sich die Besucher der Ausstellung „Kulturgut Dorf“ in der Gutskapelle Reuden zur Dokumentation der charakteristischen Bausubstanz.

 

Die Barockkirche war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Bevor allerdings Geschichte und Architektur zum Thema des Abends wurden, spielten Claudia Marschelke aus Saßleben und Helene Koßmagk aus Lübbenau am Klavier ein eindrucksvolles Konzert. Die beiden Studentinnen, die bereits bei „Jugend musiziert“ erfolgreich Akzente setzten, gaben mit lebhaften Stücken und Filmmusiken dem Abend die musikalischen Farbtupfer.

 

Prof. Helmut Rippl ging zunächst auf die Entstehungsgeschichte der Dörfer und ihre daraus resultierende Charakteristik ein. „Früher gab es den Gutsbesitzer und die Leibeigenen, die meist in Holzhäusern in bescheidenen Verhältnissen wohnten. Davon gibt es heute nur noch ganz wenige Zeugnisse der Geschichte. Lediglich die Dorfkirchen, die meist wesentlich älter sind als die umliegende Baustruktur, erinnern an diese Zeit.“, sagte Prof. Rippl. Erst mit den preußischen Reformen und deren Gesetzgebung habe sich auch auf den Dörfern die Ziegelbauweise durchgesetzt, so der Professor weiter. Aus seiner Sicht sei es ungeheuer wichtig, diese alten Dorfkerne (Anger) und die Strukturen um ehemalige Gutshäuser mit den Scheunenareal und Stallungen zu retten und zu erhalten. „Bei dem Bau-Boom, der Mitte der 1990er Jahre eingesetzt hat, sind ganze Eigenheimsiedlungen entstanden, die mit Dorfkultur nicht mehr viel zu tun haben. Das war ein regelrechter Zersiedlungsprozess. Unsere Ecke blieb davon halbwegs verschont“, meinte der Landschaftsarchitekt. Sehr erfreut zeigte er sich über die Botschaft, dass z.B. das Schloss in Groß Jehser seit einem Jahr einen neuen Besitzer hat. „Das ist ja ein Glücksfall. Dort, wo in dieser Gebäude wieder Leben einzieht, wird auch die Substanz erhalten.“, sagte Professor Rippl. Die Nachricht überbrachte ihn Klaus Burghardt, der extra aus Mallenchen nach Reuden kam. „Ich kenne Professor Rippl aus der Arbeitgruppe Dorferneuerung. Neben der Wiedersehenfreude ist das Thema aber auch sehr interessant und immer aktuell, denn Dorferneuerung heißt nicht nur Abriss.“, mahnte Klaus Burghardt. Lutz Lehmann aus Reuden interessierte sich zum Verputzen der Häuser, denn nach den Holz – Lehm – Bauten mit Reetdach folgte zunächst die typischen Backsteinbauten. „Das Verputzen der Häuser, hauptsächlich auch der Gutshäuser, hat sich erst mit dem Barock durchgesetzt“, erklärte Prof. Helmut Rippl die Entwicklung. Gerd-Uwe Lehnigk aus Calau regte an, diese Ausstellung vielleicht auch mit historischen Fotodokumenten, so weit vorhanden, zu ergänzen.

Pfarrerin Martina Schmidt bedankte sich im Namen des Fördervereins „Gutskapelle Reuden“ besonders für das Engagement von Renate Uckrow bei der Vorreitung der Ausstellung.

Die Ausstellung ist bis zum 12.September 2010 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

 

 

 

 

Foto zur Meldung: Trotz Moderne die Dorfstruktur als Kulturerbe bewahren
Foto: Trotz Moderne die Dorfstruktur als Kulturerbe bewahren