Katholische Kirchengemeinde

Katholische Kirche "St. Bonifatius" Calau
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Aktuelle Meldungen
Enger Fahrplan zu historischen Gebäuden der Region
(13.09.2010)Alte Gemäuer stoßen auf großes Interesse. Das bewies erneut die Resonanz auf den Tag des offenen Denkmals in der Region. Der stand unter dem Motto „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“.
Erika Förster (l.) führte durch die Anwandter-Ausstellung in Calau.
Das Thema lockte bundesweit tausende Menschen zu historischen Bauten. Fast 300 versammelten sich am gestrigen Sonntagnachmittag auf dem neu gestalteten Klostervorplatz in Dahme. Die Klosterkirche, um das Jahr 1300 errichtet, gehört zu den wenigen noch erhaltenen mittelalterlichen Bauwerken in der Stadt und liegt an der ehemaligen Salzstraße.
Eröffnet wurde der Tag des offenen Denkmals durch die Mitglieder der AG „Junge Historiker“. Der Männerchor aus Dahme, Mitglieder der Feuerwehr, die „Fläming-Da(h)men“, die Adler-Apotheke sowie die Touristinfo Dahme gestalteten ein historisches Schaubild auf dem Klostervorplatz. Wer mochte, konnte sich anschließend mit dem Planwagen die Salzstraße entlang kutschieren lassen. Im Inneren der Kirche war eine Ausstellung aufgebaut, in der es um zukünftige Vorhaben und geplante Bauarbeiten an der Klosterkirche geht.
Fünf historische Gemäuer
Eine Ausstellung gab es auch in Calau zu besichtigen – besser gesagt, gleich zwei, nämlich im Haus der Heimatgeschichte. Insgesamt fünf interessante Stätten öffneten ihre Türen in der Stadt, ähnlich viele wie in der Nachbarstadt Luckau, darunter das Calauer Heimatmuseum und die Stadtkirche. Angeboten wurden zudem mehrere Turmbesteigungen. „Wir haben uns heute eine richtige Tour zusammengestellt. Wir fangen in Calau an“, sagte Uwe Böttcher aus Altnau. Viele Gäste hatten ihren eigenen Denkmalfahrplan erstellt.
„Zahlreiche Besucher waren zum Stadtfest hier und kamen heute wieder, um die neue Carl-Anwandter-Ausstellung in Ruhe zu betrachten“, stellte Erika Förster fest, die ehrenamtlich die Führungen gestaltete. „Ich bin überrascht, wie schön die neue Ausstellung gestaltet ist. Da war viel Enthusiasmus dabei. Für Calau ist sie eine absolute Bereicherung“, stellte Annett Frenzel aus Vetschau/Märkisch Heide fest. Mit Eltern und Kindern besuchte sie gezielt Denkmäler, die sonst selten begehbar sind. „Wir wollen zum Schloss nach Zinnitz und eventuell nach Fürstlich Drehna“, so die Vetschauerin.
Auf dem Weg ins Heimatmuseum warfen manche Besucher einen Blick in die Stadtkirche und ließen sich von Ruth Hofemann die wechselvolle Geschichte erklären. Im Museum herrschte reger Betrieb. „Ich war zuletzt in meiner Schulzeit hier. Schön, dass heute offen ist. Zu einigen Themen wird man neu inspiriert“, sagte Bernd Gierach aus Calau.
Zu jeder vollen Stunde sammelte sich eine kleine Gruppe, um den Kirchturm zu besteigen, der bei dem schönen Wetter einen fantastischen Panoramablick in das Lausitzer Land bot. Turmführer Dietmar Kschischow kletterte mit. „Es zahlt sich für Calau immer mehr aus, dass wir den Besuchern an solchen Tagen gleich fünf imposante Anlaufpunkte bieten können. Alle profitieren voneinander“, stellte Ortschronist Christian Lenz fest.
In der Gemeinde Märkische Heide hatten die Gotteshäuser von Gröditsch, Groß Leine und Pretschen ihre Türen weit geöffnet. Auf Initiative des Stammtisches „Kultur und Tourismus“ waren zudem die historischen Gräberfelder und Guts häuser zu erkunden. In Kuschkow wandelten Denkmalfreunde bei der Kirchenführung mit Peter Haydvogel auf Schinkels Spuren. Karl Friedrich Schinkel soll den Entwurf für den rechteckigen Putzbau im Rundbogenstil erstellt haben. Sicher belegt ist das jedoch nicht. Der Entwurf stamme wahrscheinlicher von einem seiner Architekturschüler. „Man sagt aber, dass Schinkel selbst einmal hier war und sich den Bau angesehen hat“, so Haydvogel. Gemeindekirchenratsmitglied Thomas Schulz berichtete nicht nur über anstehende Sanierungsmaßnahmen – die Gutachten für den in den 1960er-Jahren renovierten Innenraum werden derzeit erstellt –, sondern auch von den Beschädigungen in den letzten Kriegstagen. „Bisher haben wir erfolglos nach Abbildungen gesucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es kein Bild gibt, auf dem die Kirche von 1945/46 ohne Turm abgebildet ist.“
Nach der Führung nutzte der Glietzer Hobbyfotograf Rüdiger Böhme die Gelegenheit, um den Kanzelaltar in Giebelform mit seinen seitlichen Lauben zu fotografieren. „Das ist heute eine klasse Möglichkeit, bei gutem Licht alle unsere Kirchen vor die Kamera zu bekommen“, freute er sich. Keine Eile hatte Sylvia Epping: „Wir haben heute schon drei historische Gräberfelder bewundert und nehmen uns dafür viel Zeit.“
Hatte der Denkmaltag der Gemeinde mit einem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in der Kuschkower Kirche begonnen, so wurde der feierliche Schlussstrich unter den Aktionstag im katholischen Gotteshaus in Gröditsch gezogen.
Mit Kuchen und Kaffee
In die viele Jahrhunderte alte Feldsteinkirche in Neupetershain-Nord lud der Feuerwehr-Traditionsverein Petershain ein. Zahlreiche heimatgeschichtlich Interessierte trafen sich auf dem Lindenplatz, um bei einer heißen Tasse Kaffee und hausgebackenem Kuchen den Nachmittag zu beginnen. Im Anschluss folgte ein Vortrag von Hobbychronist Udo Kittan vom Traditionsverein. Die Vergangenheit von Kirche (Ersterwähnung 1346) und Schule (seit 1815) im Ort stand im Vordergrund. Besucher Wolfgang Merkel aus Welzow war begeistert: „Seit Herbst 1945 wohnte ich in Altpetershain und habe hier die Schule besucht. Als 13-Jähriger hatte ich mit anderen Konfirmanden die Aufgabe, in der Kirche für die Orgel Luft zu treten und die Glocken zu läuten. Natürlich haben wir damals viele Dämlichkeiten gemacht. Heute ist es schön, sich hier wieder erinnern zu können.“
Nachdem Udo Kittan in seinem Vortrag einige der seit 1550 amtierenden evangelischen Pfarrer erwähnte, stellte sich der erst seit dem vergangenen 1. September zuständige Pfarrer Schütt vor. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um die Kirche und den Turm zu besichtigen. Die Folkloregruppe „Drjewjanki“ sorgte mit ihrem neuen Programm für Stimmung und schaffte es, die Zuschauer zum Mitsingen zu bewegen.
Quelle: Lausitzer Rundschau - Lokal Spreewald

Gottesdienste zum Weihnachtsfest in Calau und Umgebung
(23.12.2009) Gottesdienste zu den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel in den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Calau und Umgebung[Download]

Musikalische Genüsse in Kirchenräumen
(15.09.2009)Unter dem Motto „Kirche im anderen Licht" sind in der katholischen St. Bonifatius-Kirche in Calau Texte aus der Bibel gelesen worden. Claudia und Silvia Marschelke sorgten für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung, die guten Zuspruch fand.
Foto: Roland Hottas
In Calau haben trotz des Schmuddelwetters zum Tag des offenen Denkmals heimatgeschichtlich interessierte Besucher die Calauer Kirchen besichtigt, den Turm der Stadtkirche bestiegen oder das erstmals zu diesem Tag geöffnete Heimatmuseum erkundet. Während am Vormittag meist noch Besucherflaute herrschte, kamen die Gäste vorwiegend in den Nachmittagsstunden zu den Veranstaltungsorten im Stadtgebiet sowie in den Ortsteilen.
„Es war gut, dass wir insgesamt vier Führungen angeboten haben, auch wenn die Gruppen am Vormittag klein waren. Es ist aber für die Besucher auch günstiger, damit in der Enge kein Gedränge entsteht", sagte der Calauer Ortschronist Christian Lenz, der vormittags gemeinsam mit Erika Förster ehrenamtlich Gäste im Calauer Heimatmuseum betreute. Die Nachmittagsführungen wurden sehr gut angenommen. Für das kommende Wochenende sind bereits wieder Besuchergruppen angemeldet.
Abschluss in Calau waren die musikalischen Veranstaltungen in den Kirchen. Passend zum Tagesmotto „Historische Orte des Genusses" bot sich den Calauern in der Landkirche ab 17 Uhr ein musikalisches Erlebnis mit Klezmer-Musik - aus Osteuropa stammende, meist instrumentale jiddische Musik. „Wir haben in Abstimmung mit den Künstlern den Veranstaltungsort von der Stadtkirche in die Landkirche verlegt, weil damit eine schöne Atmosphäre entstand", erklärte Kantorin Margret Schulze.
Mehr als 80 Besucher wollten sich diesen besonderen Kunstgenuss mit Klarinette, Geige und Gitarre sowie Texten von Gundula Eichler nicht entgehen lassen. In Calau habe es wohl noch nie ein Klezmer-Konzert gegeben, sagte die Kantorin.
Ebenfalls Musikalisches mit Lesungen aus der Bibel bot die katholische St. Bonifatius-Kirche mit „Kirche im anderen Licht".
Quelle: Lausitzer Rundschau - Lokal Spreewald


















