Zivilschutz übt diesen Samstag / DRK Calau mit beteiligt

Am Samstag, den 11. Oktober, führt die MTF 18 (Medizinische Task Force) des Bundes eine Marschübung in Südbrandenburg durch. Im Zeitfenster von 08:00 bis etwa 15:30 Uhr wird dabei von einem größeren Konvoi mit rund 90 Einsatzkräften vor allem das Fahren im Marschverband geprobt. Darüber informierte diese Woche die Feuerwehr der Stadt Cottbus, welche die Übung koordiniert. Das DRK Calau wird im Rahmen der Großübung mit insgesamt zwei Fahrzeugen und insgesamt acht Einsatzkräften beteiligt sein. „Um 06:15 Uhr starten wir in Calau, um ab 08:00 Uhr ab Duben mit allen anderen beteiligten Gruppen die Marschübung zu starten“, informiert Emilia Elsner, stellvertretende Bereitschaftsleitung des DRK Calau im Bereich Sanität/Bereitschaft. Neben dem Knüpfen von Kontakten zu anderen Einheiten des regionalen Katastrophenschutzes stellt die Teilnahme an dieser Übung vor allem eine wichtige Trainingsmaßnahme dar, da das Fahren im großen Verband eine zentrale Aufgabe ist, die regelmäßig geübt werden muss.

Die Wegstrecke umfasst im Wesentlichen: Luckau – Lübben – Beeskow – Eisenhüttenstadt – Frankfurt (Oder) – Fürstenwalde – Fredersdorf-Vogelsdorf – Luckau.

Es wird darauf hingewiesen, dass es untersagt ist, in den Marschverband einzuscheren. Die Fahrzeuge sind während der Übung mit Blaulicht unterwegs und führen die Maßnahme mit besonderer Vorsicht und Rücksichtnahme durch. Es wird um Verständnis gebeten, falls es zu Einschränkungen kommt.

 

Hintergrund: MTF 18

Eine Medizinische Task Force (MTF) ist eine spezialisierte sanitätsdienstliche Einheit im deutschen Bevölkerungsschutz, die arztbesetzt ist und über besondere Fähigkeiten für den Einsatz in großen Schadenslagen verfügt. Sie kommt sowohl im Zivilschutz, also im Spannungs- oder Verteidigungsfall, als auch zur länderübergreifenden Katastrophenhilfe zum Einsatz. Hauptaufgaben der MTF sind die präklinische Versorgung bei einem Massenanfall von Verletzten, die Dekontamination verletzter Personen nach chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Ereignissen sowie der weiträumige Patiententransport, wenn Krankenhäuser oder Verkehrswege beeinträchtigt sind. Jede Medizinische Task Force ist modular aufgebaut und besteht aus fünf Teileinheiten, die meist ehrenamtlich tätig sind. Während das Personal von Hilfsorganisationen und Feuerwehren gestellt wird, stellt der Bund die Ausstattung bereit. Die Einheiten sollen innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens nach Alarmierung einsatzbereit sein, um im Ernstfall schnell helfen zu können. Bundesweit sind derzeit 61 Medizinische Task Forces im Einsatz bzw. im Aufbau, die flächendeckend über alle Bundesländer verteilt sind.

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