Blutspenden nötig: Versorgungslage in Brandenburg spitzt sich zu

Die aktuelle Versorgungslage mit Blutpräparaten ist angespannt und droht sich weiter zu verschärfen. Das teilt aktuell der Blutspendedienst Nordost des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit und ruft dringend zu Blutspenden auf. Als Gründe für den derzeitigen Mangel an Präparaten wird das Winterwetter, die anhaltende Infektionswelle sowie der feiertagsbedingte schwache Jahresstart beim Spendenaufkommen genannt. "Gleichzeitig melden die Kliniken weiterhin einen unverändert hohen Bedarf. Die Folgen sind spürbar: Die Vorräte gehen zurück, die Lagerreichweiten schrumpfen und liegen aktuell bei nur noch etwa 1-2 Tagen. Bei den Blutgruppe Null Rhesus positiv und Null Rhesus negativ sind die Bestände derzeit am niedrigsten", so das DRK.

 

Daher appelliere man eindringlich an alle gesunden und spendefähigen Bürgerinnen und Bürger, jetzt Verantwortung zu übernehmen und zeitnah einen Blutspendetermin wahrzunehmen. Schon wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Versorgungslage wieder zu entspannen. 

 

Hier die nächsten Termine zur Blutspende in Calau:

 

  • Dienstag, 10. Februar, 08:30 bis 12:00 Uhr - Amt für Umwelt und Bauaufsicht, Raum 2.10, Joachim-Gottschalk-Straße 36, 

  • Freitag, 27. Februar, 15:00 bis 19:00 Uhr - Haus der Begegnung, Straße der Jugend 22

 

Weitere DRK-Blutspende-Termine in Brandenburg unter  www.blutspende-nordost.de/blutspendetermine/ oder über die kostenfreie Hotline Telefon 0800 11 949 11. 

Um eine Terminreservierung wird gebeten. Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!

 

Hintergrund

Der DRK-Blutspendedienst trägt Sorge für einen verantwortungsvollen Umgang mit den knappen Beständen. Eine nachhaltige Stabilisierung der Versorgung ist jedoch nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr Menschen Blut spenden. Denn Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden. Mehrere Tage mit weniger Spenden wirken sich unmittelbar auf die Versorgung aus. „Die Situation ist ernst. Die Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten“, erklärt auch der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. „Blutspenden lassen sich nicht aufschieben. Was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken.“ 

 

Wer kann Blut spenden?

Gesunde Menschen ab 18 Jahren können Blut spenden. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell auf dem Termin geprüft. Bis zu sechs Mal innerhalb eines Jahres dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von 12 Monaten. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. 

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