Humana informiert zu Altkleidercontainern in Calau

Mit aktuell rund 7.700 Einwohnern benötigt die Stadt Calau 7-8 Standorte für Kleidercontainer (1 pro 1.000 Einwohner). Das geht aus dem Eckpunktepapier zur Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung hervor, welches am 27.03.2026 vom Bundesumweltministerium veröffentlicht wurde.
 

Der KAEV betreibt drei Standorte: ein Entsorgungszentrum und zwei weitere Abfallannahmestellen. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026 Kleidercontainer an fünf weiteren Standorten zur Verfügung gestellt. Nach Beendigung des Pilotprojekts hat sich der Betreiber der Container des Pilotprojekts entschlossen, seinen Service für ein weiteres Jahr aufrecht zu erhalten. Somit dürfte die Bedarfsdeckung hinsichtlich der Entsorgung von tragbarer Altkleidung für die Einwohner von Calau vorerst gesichert sein. Ob das DRK seine beiden Standorte in Calau aufrechterhalten kann, bleibt zu hoffen.
 

Hintergrund ist eine schwere Krise der Alttextilbranche, die alle Akteure trifft. Gründe sind u.a. sinkende Qualität des Sammelguts durch Fast Fashion und Ultra Fast Fashion, gestiegene Sammelmengen durch die EU-weite Einführung der Getrenntsammlungspflicht für Textilien bei gleichgebliebenen Sortierkapazitäten sowie sinkende Kaufkraft in den Empfängerländern und Unvorhersehbarkeit der politischen Rahmenbedingungen (konkrete Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung ab 2028).
 

All diese Faktoren haben zu einem dramatischen Verfall der Verkaufspreise geführt, während die Kosten für Löhne und Verbrauchsmaterialien immer weiter gestiegen sind. Die künftige Entwicklung ist wegen der ständigen Schwankungen in allen Bereichen schwer einzuschätzen.

Positiv zu vermerken ist, dass offensichtlich alle Akteure bemüht sind, den sinnvollen Service der Sammlung und der hochwertigen Verwertung gebrauchter Kleidung für die Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Es ist ein ständiger Aushandlungsprozess, wer welche Standorte zu welchen Bedingungen betreiben kann.

 

Der kommunikative Aufwand ist gestiegen, wie auch das gemeinsame Lernen über die Bedingungen des Markts in einer Branche, die früher eher unbemerkt ihre Arbeit erledigte. Am wichtigsten ist, für eine gute Qualität des Sammelguts zu sorgen: Kleiderspenden sollen sauber, trocken und heil sein, also nicht zerrissen, nass oder schmutzig.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Humana Kleidersammlung gGmbH: https://humana-kleidersammlung.de/

 

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Julia Breidenstein

Pressesprecherin

HUMANA Kleidersammlung GmbH

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