10. September: Bundesweiter Warntag erstmals mit Sprachdurchsagen
Wenn die Sirenen am 10. September ertönen, werden sie in OSL erstmals auch sprechen: Beim bundesweiten Warntag werden im Landkreis Oberspreewald-Lausitz nicht nur die bekannten Sirenensignale getestet, sondern erstmals auch Sprachdurchsagen. Die 157 modernisierten Sirenen können künftig zusätzlich zum Warnton kurze Hinweise auf Deutsch und Englisch ausgeben. Damit soll die Bevölkerung im Ernstfall nicht nur auf eine mögliche Gefahr aufmerksam gemacht, sondern zugleich über die nächsten Schritte informiert werden.
An diesem Tag ertönt um 11 Uhr der Warnton mit anschließender Sprachdurchsage, um 11.45 Uhr folgt der Entwarnton mit entsprechender Entwarnungsdurchsage. Anschließend werden die Sprachdurchsagen fester Bestandteil der monatlichen Sirenenprobe im Landkreis. Sie sind erstmals am Mittwoch, 7. Oktober 2026, und danach regelmäßig an jedem ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr zu hören. Am Warntag sowie bei den monatlichen Probealarmierungen besteht kein Handlungsbedarf. Die Auslösung dient ausschließlich dem Test der Warnsysteme. Im Ernstfall gilt hingegen: Ruhe bewahren, den Sprachdurchsagen folgen und sich über Radio, die Warn-App NINA oder weitere offizielle Informationskanäle informieren.
„Die Warnung der Bevölkerung ist eine zentrale Aufgabe des Katastrophenschutzes. Mit den neuen Sprachdurchsagen ergänzen wir die bestehenden Warnsysteme um eine weitere wichtige Komponente. Sirenen sorgen zunächst für Aufmerksamkeit. Die anschließenden Sprachdurchsagen geben den Menschen eine erste Orientierung und machen deutlich, dass sie sich über die offiziellen Informationskanäle weiter informieren sollten. Damit wird die Warnung verständlicher und noch wirkungsvoller“, erklärt der für den Bereich Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz zuständige OSL-Dezernent Martin Höntsch.
Möglich wird die Einführung der Sprachdurchsagen durch die umfassende Modernisierung der Sireneninfrastruktur im Landkreis. Auf Initiative des damaligen Landrates Siegurd Heinze wurden sämtliche alten mechanischen Tellersirenen durch moderne elektronische Sirenen ersetzt. Mit Investitionen von rund 1,4 Millionen Euro, die zu rund drei Viertel der Kosten allein durch den Landkreis finanziert wurden, entstand ein flächendeckendes, zukunftsfähiges Sirenennetz für alle Städte, Ämter und Gemeinden im Landkreis. Genau wie der Austausch der Sirenen erfolgte auch die technische Umsetzung der Sprachdurchsagen in enger Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis sowie den Städten, Ämtern und Gemeinden. Fachlich verantwortlich ist das Amt für Straßenverkehr und Ordnung, Sachgebiet Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz sowie Zivilschutz.
Hörbeispiele der Sprachdurchsagen, Antworten auf häufig gestellte Fragen in deutscher und englischer Sprache sowie weitere Informationen zum Thema Sirenen und Katastrophenschutz können Interessierte unter www.osl-online.de/sirenen abrufen.
Nora Bielitz
Pressesprecherin/Social Media
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
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