„In Calau weiß man, was man kriegt“
„Echt Calau“ lautet das tägliche Arbeitsmotto von Sarah Schrader. Sie ist seit 1. Juni bei der Immobilien-Service-Gesellschaft NL (ISG) angestellt, einem Tochterunternehmen der Wohn- und Baugesellschaft Calau (WBC). Sie unterstützt Menschen beim Ankommen in Calau, egal ob Rückkehrwillige oder Zuziehende. Wir haben sie zum Gespräch getroffen.
Frau Schrader, Sie sind ja selbst als Rückkehrerin das beste Beispiel, wie erfolgreich man sich wieder in Calau finden kann. Wie kam es bei Ihnen dazu?
Ich bin mit meiner Familie 2025 wieder zurückgekehrt. Wir mussten uns zwischen Calau oder Dresden entscheiden. Für Calau sprach für uns vor allem der bezahlbare Wohnraum. Schließlich möchte man ja nicht nur für die Miete arbeiten. Gleichzeitig ist Calau verkehrstechnisch gut gelegen, sodass wir sowohl die Großeltern hier vor Ort haben aber auch schnell bei den Dresdener Großeltern sein können.
Das ist ja ein Faktor, den viele Zurückkehrende schätzen. Was darüber hinaus hat Calau allen potentiellen Heimkehrern zu bieten?
In Calau weiß man, was man kriegt. Und das reicht oft auch einfach aus. Wir haben eine Vielfalt an Geschäften, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kitas, zahlreiche Vereine und mehr. Das ist für eine Stadt in dieser Größenordnung außergewöhnlich. Zudem sind Städte wie Dresden, Berlin oder Cottbus super erreichbar, was auch das Pendeln erleichtert.
Worum geht es in den Gesprächen, die Sie mit neuen Einwohnern von Calau führen?
Eben genau um diese Punkte. Wer zurückkehren möchte, der hat größtenteils familiäre Bindungen hierher und weiß was er bekommt. Alle anderen, die sich für einen Zuzug interessieren, vermitteln wir die eben genannten Vorteile.
Das Projekt „Echt Calau“ ist Teil der Strukturentwicklung in der Lausitz und wird im Rahmen des Verbundprojektes STARK mit Fördermitteln des Bundes unterstützt. Inwieweit wird in Ihrer Arbeit da auch über den Calauer Tellerrand hinausgeblickt?
Im Rahmen dieses Projekts wurden ja auch andere Kommunen, etwa Spremberg oder Guben, gefördert. Das Ziel ist klar: Der Strukturwandel in der Region kann nur gelingen, wenn die dringend benötigten Fachkräfte sich auch hier ansiedeln. Da spielt es am Ende auch weniger die Rolle, ob sie nun in Calau oder anderswo leben. Aber in Calau ist es definitiv am schönsten.
Welche konkreten Maßnahmen haben Sie im Zuge der Umsetzung von „Echt Calau“ bereits ergriffen?
Vor allem haben wir die Idee unter die Leute getragen. Dazu haben wir einen Infostand beim Stadtfest im August gestaltet. Auch beim diesjährigen Calauer Festival haben wir uns beteiligt, welches durch die ISG Calau im Rahmen einer Förderung durchgeführt wird. Ziel ist es, Menschen auch überregional auf Calau und seine Vorzüge aufmerksam zu machen. Zudem wurden erste Kontakte zur Wohnungsgenossenschaft „Stadt Calau“ eG geknüpft, um künftig auch dort auf unsere Angebote hinzuweisen. Parallel ist auch eine Zusammenarbeit mit der Stadt Calau geplant.
Eine der Marketingmaßnahmen ist ein so genanntes Willkommenspaket. Was hat es damit auf sich?
Zugezogene oder Menschen, die zurückkommen, sollen künftig einen Gutschein erhalten. Dieser kann dann im Calauer Info-Punkt gegen eine kleine Überraschung eingelöst werden. Zudem stehe ich natürlich jederzeit für Kennenlerngespräche zur Verfügung und vermittle weiter an unsere Partner. Kerngedanke ist immer derselbe: Wir möchten, dass die Menschen hier ankommen und sich wohlfühlen. Echt Calau eben.
Danke für das Gespräch.
Netzwerkkoordinatorin Sarah Schrader erreichen Sie unter Tel. 03541 / 8958-23 oder per E-Mail an
Text: Jan Hornhauer, Stadt Calau
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