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Kleine Calauer Chronik

932-963
Eroberung des slawischen Lusizerlandes durch Markgraf Gero

 

971
Unterstellung der Neuen Ostmark, zu der auch Calau gehörte, dem Bistum Meißen

 

um 970
Bau der Dunkelsburg oberhalb der sumpfigen Niederung mit der wendischen Ansiedlung Calowe


1032
Die Mark gelangt in den Besitz der sächsischen Wettiner.


1279
Erste Erwähnung der Stadt Calau unter dem Namen Calowe in einer Urkunde Heinrichs des Erlauchten, Markgraf von Meißen und der Ostmark


1319–1368
Calau ist im Besitz der Herren von Ileburg, die die „grundherrliche“ Stadt mit ihrem Wappen versehen.

 

13.–15. Jh.
Größere Zuwanderung wendischer und deutscher Handwerker und Ackerbürger, Anstieg der Einwohnerzahl von ca. 400 zur Stadtgründung um 1240 auf rund 750 im Jahr 1440


1370–1635
Die Lausitz befindet sich im Besitz der Böhmischen Krone (Habsburger), in den Urkunden findet man die Bezeichnung Calow oder Calaw.


im 13. Jh.
Aufbau der Stadtkirche an der Stelle einer vorherigen kleinen Feldsteinkirche


im 15. Jh.
Errichtung einer Holzrohr-Wasserleitung von den Brunnen in der Herrenheide zu acht Holzröhrkästen in der Stadt, die der Wasserversorgung der Bürger dienen.


1520–1530
Bau der wendischen Kirche nach Luthers Reformation


1565, 1573
Große Stadtbrände. Die nun leere Burg wird der Stadt 1576 als Steinbruch überlassen, um sie für den Wiederaufbau verbrannter Gemeindegebäude zu verwenden.


1627
Im Dreißigjährigen Krieg Plünderung der Stadt durch die Truppen Wallensteins.


1635
Im Jahr des Übergangs der Niederlausitz an Kursachsen brennt Calau durch Unachtsamkeit eines Soldaten bis auf die Grundmauern nieder. Auch das 1400 erstmals urkundlich erwähnte Rathaus mit Turm wird ein Raub der Flammen. Der Calauer Kreis wird der Oberamtsregierung Lübben unterstellt.


27.08.1658
Großer Stadtbrand, nur acht Häuser bleiben unversehrt.


1681
Infolge der Stadtbrände wird der Neubau eines Rathauses erforderlich. Von 1681–1879 ist es Sitz der städtischen Verwaltung.


1746
Die Stadt kauft das Rittergut Altnau, Bürgermeister Christian Vollsack wird Lehnsträger.


1812/1813
Während der Napoleonischen Befreiungskriege leidet die Stadt schwer unter Einquartierungen und Kontribution. Auf dem Weg nach Sachsen kommt Napoleon am 21.07.1813 auch durch Calau. Zum Pferdewechsel macht die Kolonne Halt am Cottbuser Tor.


1815/1816
Die Markgrafschaft Niederlausitz wird von Sachsen abgetrennt und Brandenburg/Preußen, dem neuen Regierungsbezirk Frankfurt/Oder, zugeordnet. Der Kreis Calau wird durch 85 Orte aus den umgebenden Kreisen vergrößert.


1847/1848
Der Apotheker Carl Anwandter als Vertreter der Demokratischen Reformpartei wird in den preußischen Landtag, nach der Märzrevolution 1848 in die Preußische Nationalversammlung gewählt.


1850
Nach der Niederlage der bürgerlich-demokratischen Kräfte und aus Protest gegen seine Amtsenthebung wandert Carl Anwandter mit seiner Familie nach Chile aus, wo er in Valdivia eine deutsche Kolonie und eine deutsche Schule gründet.


01.09.1878
Einweihung des Kreiskriegerdenkmals auf dem alten Friedhof zur Ehrung der Gefallenen der Einigungskriege von 1864, 1866 und 1870/71


1880
Nach Abriss (1879) des nach 200-jähriger Nutzung nun baufällig gewordenen Gebäudes folgt der Aufbau eines monumentalen Rathauses mit der vergoldeten Inschrift: „Jedem das Seine und Gott die Ehre – Erbaut im Jahre 1880“


1888
Holzrohre der Wasserleitung werden durch Eisenrohre ersetzt und Hausanschlüsse geschaffen, sechs Holzröhrkästen werden abgebaut, zwei aus Granit bleiben.


1892
Aufbau der ersten mechanischen Schuhfabrik von Robert Schlesier.


1903
Einweihung des Kreishauses und des Diakonissenheimes mit Kleinkindergarten der evangelischen Kirche.


17.02.1904
Offizielle Eingemeindung des Ortes Altnau nach Calau.

 

22.10.1908

In der Lindenstraße wird das „neue Schulhaus“ eingeweiht.

 

1914–1918
135 Bürger der Stadt sind im 1. Weltkrieg gefallen. (Das ihnen zu Ehren am Luckauer Tor 1931 errichtete Denkmal wird auf Anordnung der SED-Kreisleitung im Mai 1975 abgerissen.)


08.03.1915
Gründung der „Niederlausitzer Überlandzentrale Calau GmbH – NUC“ als Energieversorger für den Kreis Calau und die benachbarten Kreise, Baubeginn für den Hauptsitz in Calau 1919.


1925
Bau des Kreisfinanzamtes am Cottbuser Tor 1939–1945 Calau hat im 2. Weltkrieg 450 Kriegsopfer zu beklagen.


19./20.04.1945
Im Kampf um die Stadt gegen die Rote Armee sterben 130 Bürger – durch Kampfhandlungen, Erschießung oder Freitod. 108 Gebäude werden völlig zerstört, 38 leicht beschädigt, Plünderungen, Brandschatzungen und Gewalttaten halten tagelang an.


1948
In Calau leben 5.320 Einwohner, darunter 1.500 Umsiedler aus den ehemaligen Ostgebieten.


28.04.1950
Der Kreis Calau wird aufgelöst, der Norden dem Kreis Lübben, der Südteil dem neuen Kreis Senftenberg zugeordnet.


25.08.1952
Nach dem Gesetz über die Neugliederung der bisherigen Länder in 14 Bezirke und Berlin erfolgte auch eine Kreisneugliederung. Der neue Kreis Calau umfasst nun 81 Gemeinden mit den Städten Calau, Vetschau und Lübbenau.



30.01.1956
Einweihung des Landambulatoriums in der Karl- Marx-Straße.


24.12.1958
Der Calauer Fernsehturm – ein auf den Müggelbergen bei Berlin abgebauter Gittermast – sendet das 1. Programm des Deutschen Fernsehfunks.


1961
Baubeginn für die Neustadt in der Steinstraße, der heutigen Otto-Nuschke-Straße, mit 622 Wohneinheiten sowie Kaufhalle, Kinderkrippe und Kindergarten.


27.08.1961
Der 1. Bauabschnitt des Neubaus „Lindengarten“ mit Saal ist fertig gestellt. In den folgenden Jahren schließen sich umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen zum Ausbau als „Haus der Gewerkschaften“ an. Einweihung am 7.10.1969.


1977/1978
Beginn der Überbauung des südwestlichen Zentrums der Stadt mit dem Wohngebiet „Sonnenseite“ im Zuge des komplexen Wohnungsbaus. Bis 1980 werden 402 Wohnungen vom Typ „leichte Platte Cottbus“ errichtet. Die historische Silhouette des Stadtovals wird mit der Bebauung aufgegriffen.


1978
Die Einwohnerzahl beträgt 6.796. 1983 sind es schon 7.312.


14.09.1985
Beginn der Montagearbeiten am 188,5 m hohen Funk-Fernsehturm, Inbetriebnahme im April 1987, Abriss des 90 m hohen alten Gittermastes Ende 1989.


23.06.1989
Anlässlich des 100. Todestages Carl Anwandters erhält die Marktapotheke seinen Namen, eine Gedenktafel wird angebracht. An Fritz Jänchen wird die Trommsdorff-Erinnerungsmedallie der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie der DDR für seine Verdienste bei der Anwandter-Geschichtsforschung (Calau–Chile) verliehen.


03.11.1989
Beide Kirchengemeinden und das „Neue Forum“ laden die Bürger zu einem Friedensgebet in die Stadtkirche ein, dazu die Leiter der Parteien sowie der Kreis- und Stadtverwaltung zur öffentlichen Diskussion über aktuell-politische Fragen.


06.02.1990
Erste Gespräche mit Kommunalpolitikern der Stadt Viersen in Nordrhein-Westfalen zur Vorbereitung eines Vertrages über eine Städtepartnerschaft – Abschluss des Partnerschaftsvertrages am 03.10.1991


06.05.1990
Wahl zur Stadtverordnetenversammlung der Stadt Calau, Herbert Dönau wird zum ersten Bürgermeister nach der politischen Wende gewählt. Die Wahlbeteiligung beträgt 66,6 %.

 

1992

12 Gemeinden und die Stadt Calau schließen sich zu einem Verwaltungsverbund, dem Amt Calau zusammen. Die Amtsverwaltung hat ihren Hauptsitz in der Stadt Calau.


31.03.1993
Auf der Grundlage des Kreisneugliederungsgesetzes vom Dezember 1992 und des Gesetzes zur Bestimmung von Verwaltungssitzen und Namen der Landkreise vom 31.03.1993 geht für Calau der Kreissitz verloren. Kreisstadt ist nun Senftenberg für den neuen Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

 

07.10.1994

Die Erstausgabe der "Calauer Stadtnachrichten" erscheint. Damals mit dem Titel "Schusterjunge" als amtliches Mitteilungsblatt für die Stadt Calau, um die Einwohner über die Ereignisse und politischen Entscheidungen in der Stadt zu informieren.

 

1995

Die Räumlichkeiten der Volkssolidarität in der Parkstraße reichen für die älteren Calauer und Calauerinnen nicht mehr aus. Ein neues Gebäude musse her. Die Wahl fällt auf den früheren Kindergarten in der Straße der Jugend, dem heutigen Haus der Begegnungen.

 

1996

Die Calauer Vereine feiern am 10. August auf dem Gelände des „Lindengarten" ihr erstes gemeinsames Fest. Das Fest der Vereine wird vom Heimatverein initiiert und mit Salutschießen der Schützengilde zu Calau 1572 e.V. eröffnet.

 

01.06.1997

Zum Kindertag wird das rekonstruierte Freibad mit einem Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken in der Ziegelstraße eingeweiht.

Auch die Sanierung der Gutskapelle Reuden beginnt. Der Förderverein der Gutskapelle Reuden e.V. kann die Restaurierung durch Fördermittel und Spenden erst im Jahr 2013 endgültig abschließen.

 

1998

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt den Erhalt der 1. Grundschule als Schulstandort Lindenstraße. An der 2. Grundschule in der Jahnstraße werden mit Beginn des Schuljahres 2000/2001 keine neuen Klassen eröffnet.

 

 

1999/2000

Im Rahmen der Sanierung des Kirchturmes der evangelischen Stadtkirche erhält die Betonspitze eine Kupfereindeckung. Nach Abschluss der Arbeiten ist der Kirchturm bis zur Aussichtsplattform für Besucher zugänglich.

 

2001

Vor 100 Jahren macht Robert Schlesier der Stadtverordnetenversammlung den Vorschlag die Straßenbeleuchtung in der Stadt mit elektrischem Licht auszustatten. Dafür müssen die Abgeordneten jedoch Mittel aus der Stadtkasse zur Verfügung stellen. Robert Schlesier hatte für diesen kostspieligen Vorschlag nicht nur Fürsprecher. Schließlich konnte er doch mit Hinweis auf den Fortschritt überzeugen.

 

2002

Der Calauer Heimatverein feierte in diesem Jahr sein erfolgreiches 10-jähriges Bestehen.

 

2003

Das Amt Calau wird per Gesetz aufgelöst. Die amtsangehörigen Gemeinden werden damit bis auf eine Ausnahme in die Stadt Calau eingemeindet. In diesem Jahr beschließt die Stadtverordnetenversammlung die Entwicklung und Modernisierung des zentralen Schulstandortes in Calau. Die erste Modernisierungsmaßnahme ist die Hüllensanierung der Oberschule.

 

2004

Calau feiert 725 Jahre des Bestehens. Die erstmals festgeschriebene urkundliche Erwähnung von „Calowe“ geht auf das Jahr 1279 zurück.

 

2007/2008

Zum Ende des Jahres 2007 ist der Bau des Kreisverkehrs an der Landesstraße L55 in Ortslage Calau abgeschlossen. Viele Regentage und auch archäologische Untersuchungen verzögern die Fertigstellung. Rund eine Million Euro kostete der Kreisel, den die Stadt u.a. durch Fördermittel finanzierte. Der historische Rundbogen mit nachgebildeten Feldsteinen symbolisiert das Luckauer Tor und stammt aus einem innerstädtischen Wettbewerb zur Gestaltung des Innenkreisels.

 

2008

Erstmalig finden die Wettkämpfe um den Schusterjungenpokal der Jugendfeuerwehren statt.

 

2008/2009

Die Grundschule feiert ihren 100. Geburtstag. Im Oktober 2008 erhält die Schule den Namen „Carl-Anwandter-Grundschule“ Calau. Zum Jubiläum gastiert im Rahmen einer Festwoche der Projektzirkus in der Schule. Später wird der sanierte Schulhof der Carl-Anwandter-Grundschule eingeweiht. Anlässlich der Feier pflanzen der Schulleiter, der chilenische Botschafter und der Bürgermeister einen chilenischen Baum, die Andentanne, auf dem Schulhof.

 

2010

In der Calauer Turnhalle wird die 1. Tourismusfachmesse für die regionale Tourismuswirtschaft ausgerichtet. Aus vier verschiedenen Landkreisen werden unzählige Angebote der Aussteller der jeweiligen Reisegebiete vorgestellt.

Im Rahmen des Stadtfestes wurde im Haus der Heimatgeschichte die Carl-Anwandter-Ausstellung im Beisein des chilenischen Botschafters eröffnet.

 

2011

Die Stadt eröffnet den Calauer Witzerundweg.

Auf diesem Rundgang sind an 20 prägnanten Plätzen in der Innenstadt Tafeln zu finden. Neben Wissenswertem zur Geschichte der Stadt enthalten die Tafeln auch echte Kalauer. In diesem Jahr beginnt die Sanierung der Cottbuser Straße. Durch das neugestaltete Konzept „Gemeinschaftlich genutzter Raum“ wandelt sich die Straße zur Flaniermeile. Nach Fertigstellung im Jahr 2012 sind auch die drei Figuren des Mädchenbrunnens wieder vollständig ihrem Platz.

 

2012

Mit einer Festwoche feiert die Kita Kunterbunt ihr 25. Jubiläum. 1987 wurde die Einrichtung als Kinderkombination in der damaligen Straße der DSF eingeweiht.

In diesem Jahr wurde im Ortsteil Werchow das Feuerwehrdepot/Dorfgemeinschaftszentrum an die Einwohner übergeben.

 

2013

Die Grundschule vergibt erstmals die Carl-Anwandter-Medaille. Mit dieser Ehrung werden Schüler und Persönlichkeiten für außergewöhnliche Leistungen und mit großem Engagement für die Schule ausgezeichnet.

 

03.09.2014

Die "Ruine Dunkelsburg" wird eingeweiht. Bei den archäologischen Untersuchungen wurden Reste eines zweiten Burgturmes gefunden.  Die Kosten der Instandsetzung und Sicherung der Burgruine betragen insgesamt 300.000 Euro.